Stadtexpedition nach Süd-Reudnitz 1978 vs. 2016

Reudnitzer Ermittlungen …

L.-Reudnitz, auf der Stötteritzer Straße, 31.12.1978

L.-Reudnitz, auf der Stötteritzer Straße,
am 31.12.1978

Die Stadtteilexpeditionen, initiiert von Diana Wesser & Antje Rademacker sind interessant und empfehlenswert: die nächste findet übrigens aktuell unter dem Thema ,,Lenes Nachbarn – die andere Seite von Reudnitz“ in der Zeit vom 23.–30. April 2016 statt.  [siehe auch Text unten, unter Anmerkung].
Dazu hab ich hier einen kleinen Beitrag.

Im Artikel ,,Blizzard über Deutschland im Winter ’78/’79“ hatte ich über einen Silvesterbesuch geschrieben:
,,Für Silvester haben wir eine erweiterte Familienfeier bei Freunden in Reudnitz verabredet.“
Das möchte ich an dieser Stelle (und nach 37 Jahren) mit neuen Quellen nachrecherchieren. Weiterlesen

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Winter-Kapriolen, Teil 1: 1978/79

 Blizzard über Deutschland im Winter ’78/’79

L.-Reudnitz, auf der Stötteritzer Straße, 31.12.1978

L.-Reudnitz, auf der Stötteritzer Straße, 31.12.1978

Ende Dezember 1978 hatte Mitteleuropa unter einem dramatischen Kälteeinbruch zu leiden: innerhalb weniger Stunden sanken die Temperaturen auch in Leipzig von etwa + 10 auf – 18 °C.
Was dann wirklich über das Land mit starkem Schneefall und Kälte mit bis dahin unvorstellbarer Wucht hereinbrach, hatte man bis dahin nur über arktische Blizzards gelesen.
Da war der Schlitten manchmal das einzigste zuverlässige Verkehrsmittel um in Leipzig von A nach B zu gelangen, siehe Bild rechts.
In der DDR brach über Silvester die Energieversorgung für zwei Tage komplett zusammen. Das war auch bei uns in Leipzig-Neustadt so, aber wir hatten wenigstens noch Kohlen im Keller und konnten unsere Öfen heizen, in den Leipziger Neubaugebieten sah es da nicht so gut aus.

Für meinen kleinen Bericht habe ich folgendes Material verwendet: s/w-Bilder aus meinem Filmarchiv, ein aus Wetterzentrale.de erstelltes Wetterdiagramm, selbst erlebte Geschichten und verschiedene historische Zeitungsausschnitte von einem extremen Winter in Leipzig …

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Winter-Kapriolen, Teil 2: 1987

L.-Neustadt,  ,,weiße Weihnachten" 1986

L.-Neustadt, es schneit im Hinterhof
an der Thälmann-Straße, 23.12.1986

Winter-Kapriolen (2): Januar 1987

Anfangs sah das im Dezember 1986 ja ganz prima aus – der Blick aus dem Kinderzimmer-Fenster am 23. Dezember zeigte: leise rieselt der Schnee …
Auch im Hinterhof an der Ernst-Thälmann-Straße wurde es bei leichtem Frost langsam weiß und wir hatten hier in Leipzig dann am 24. mit etwa 10 cm Neuschnee ,,weiße Weihnachten“.

Die weiße  Pracht reichten leider nur knapp über die Weihnachts-Feiertage und pünktlich ab dem 27. Dezember hatten schon wieder Tauwetter mit Temperaturen knapp über Null Grad und mit Regen bis über den Jahreswechsel.

Es schien eine kurze Winter-Episode gewesen zu sein und das ist ja in unseren mitteleuropäischen Breitengraden häufig der Fall, oder ? Weiterlesen

Leipzig, Hauptbahnhof – Ostseite, Winter 1987 (2)

Leipzig, am Hauptbahnhof-Ostseite, Januar 1987

Leipzig, am Hauptbahnhof-Ostseite, Januar 1987

Dieses Foto habe ich am Mittwoch, den 14. Januar 1987 nachmittags vorm Restaurant ,,Falstaff“ am Georgiring mit Blick Richtung Hauptbahnhof-Ostseite aufgenommen. Auf dem Bild sind weder Straßenbahnen noch Autos zu sehen, nur Scharen von Fußgängern – ist hier ein Volks-Wandertag?

Nein, per pedes war an diesem Tag oft die einzig mögliche Fortbewegungsart, weil die Temperaturen ganztägig unter  minus 20 Grad abgesunken waren. Der Leipziger Straßenbahnverkehr kam durch die häufiger werdenden Stromabschaltungen und Störungen der elektrisch betriebenen Weichen fast zum Erliegen. Manchmal blieben Straßenbahnen auch mitten auf der Straße einfach stehen und nach dem die Fahrgäste ausgestiegen waren sah das sehr gespenstisch aus …

Wer konnte, der war daher bei klirrender Kälte meistens per pedes unterwegs.

aufgenommen mit Exa 1a, Lydith (Meyer-Optik Görlitz) 30 mm, ORWO s/w Film NP 27

Leipzig-Stötteritz, Melscher Straße im Januar 1987

Am Montag, den 12. Januar 1987 hatte ich gegen Mittag in einem anderen der vielen Betriebsteile des Fernmeldewerks in Stötteritz zu tun und konnte bei der Rückkehr dieses anliegende Bild vom verschneiten und für Fahrzeuge nahezu unpassierbaren Werkseingang in der Melscher Straße aufnehmen. Am Stötteritzer Wäldchen (Fußweg rechts) herrschte tiefer Winter.

Leipzig-Stötteritz, Einfahrt zum Fernemeldewerk, im Januar 1987

Leipzig-Stötteritz, Melscher Straße 7,
Einfahrt zum Fernmeldewerk, im Januar 1987

aufgenommen mit Exa 1a, Lydith (Meyer-Optik Görlitz) 30 mm, ORWO s/w Film NP 27
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Leipzig, Hauptbahnhof – Ostseite, Wintereinbruch im Januar 1987

Leipzig, am Hauptbahnhof, Januar 1987

Leipzig, am Hauptbahnhof, Januar 1987

Nach dem strengen und langen Winter 1978/79 gab es auch im Januar 1987 einen heftigen Wintereinbruch mit über 40 cm Schnee und die Temperaturen sanken in Leipzig bis – 28 °C. Vielleicht schreibe ich darüber noch einen Artikel …

Am Mittwoch, den 14. Januar 1987 habe ich dieses Foto am Fußgänger-Überweg vor der Osthalle des Leipziger Hauptbahnhofs aufgenommen.
Die Temperatur war nachmittags auf unter – 20 °C abgesunken und auf den Straßen waren nur noch wenige Autos und einige nicht mehr fahrplanmäßige Straßenbahnen unterwegs.

Leipzig, Ernst-Thälmann-Straße, Januar 1987

Leipzig, Ernst-Thälmann-Straße bei großer Kälte,
Januar 1987

aufgenommen mit Exa 1a, Lydith (Meyer-Optik Görlitz) 30 mm, ORWO s/w Film NP 27
Anmerkung: Ich hatte wegen der extremen Witterung extra die robustere Exa 1a mitgenommen, allerdings konnte ich nach dem Aussteigen aus der Straßenbahn an der Haltestelle Einertstraße beim Fotografieren der Ernst-Thälmann-Straße [heute: Eisenbahnstraße] nicht scharf stellen – das Objektiv war eingefroren (!)

L.-Neustadt, Brückenblick, 1985 (2)

 … schlechte Aussichten, Januar 1985

Blick von der Hermann-Liebmann-Brücke auf L.-Neustadt, Januar 1985

Blick von der Hermann-Liebmann-Brücke auf L.-Neustadt, Januar 1985

Das nebenstehende Bild wurde am Sonntag, den 20. Januar 1985 von der Hermann-Liebmann-Brücke aus in Richtung Südwest (L.-Neustadt) aufgenommen.
Bei Temperaturen um minus 9 Grad herrschte eine sogenannte austauscharme Witterungsphase und durch den hohen Industrienebelanteil in der ,,Luft“ war die Sicht stark reduziert. Vom Smog durfte in den Medien der DDR offiziell nicht gesprochen oder geschrieben werden.

Mit etwas Mühe kann man noch die wartenden Fahrgäste auf dem Bahnsteig des Haltepunktes Leipzig-Volkmarsdorf erkennen und in der großen Bildversion (drauf klicken!) kann man in der Bildmitte bei genauen Hinsehen den Turm der Neustädter Heilig-Kreuz-Kirche erahnen.

fotografiert mit Exakta Varex VX, Domiplan 50 mm auf s/w-Film ORWO NP20

Leipzig, Ernst-Thälmann-Straße, im Winter ’78/79

- 18 °C

Ende Dezember 1978 hatte Mitteleuropa unter einem dramatischen Kälteeinbruch zu leiden: innerhalb weniger Stunden sanken die Temperaturen auch in Leipzig von etwa + 10 auf – 18 °C.

Unsere Wohnung in der Schulze-Delitzsch-Straße hatte bis auf’s Wohnzimmer nur einfache Fenster, die schnell zugefroren waren.

Um die Temperatur am Außenthermomenter ablesen zu können mussten wir ein Loch durchs Eis hauchen:

– 18 °C !
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