Marktplatz in Volkmarsdorf (1)

Der heutigen Volkmarsdorfer Markt erscheint mir so gar nicht als Zentrum eines Ortes, was ja eigentlich einen Marktplatz ausmachen sollte.
Rings um die Lukaskirche stehen viele zwar farbig gestaltete, aber doch gleichförmige sechsgeschossige DDR-Neubauten des Typs WBS70 und es sind auch noch ein paar restaurierte Altbauten zu sehen. Vor der Kirche gibt es einen Spielplatz, aber am Platz insgesamt kaum richtige Geschäfte.
War das schon immer so?
Weiterlesen

Werbeanzeigen

Die Brache (1)

,,… über sieben Stufen musst Du gehn …“, dann kommst Du [frei nach Karat und rechts im Bild] auf eine Brache an der mittleren Eisenbahnstraße. Eingeweihte Anwohner wissen, wovon ich spreche. Für alle anderen: die Brache liegt stadtauswärts auf der linken Seite der Eisenbahnstraße zwischen Elisabeth- und Idastraße. Die gesamte Fläche der Brache (Flurstücke Volkmarsdorf 359 und 359 a) liegt heute als eigenartige Häuserlücke bis zu 1 1/2 Meter über Straßenniveau.
Was ist das für eine eigenartige erhöhte Häuserlücke in der Eisenbahnstraße? – Das hatten wir uns auch schon gefragt, als wir Mitte der 1970er Jahre beim abendlichen Schaufensterbummel in der früheren Ernst-Thälmann-Straße dort vorbei gekommen sind … Weiterlesen

Mails from OZ (part 3)

Aus Newcastle in NSW (Newsouthwales) / Australien habe ich noch ein paar Bilder vom Leipziger Osten erhalten, die von Sean P. im Jahr 1990 im Bereich der Kreuzung Hermann-Liebmann-/ Erich-Ferl-Straße aufgenommen wurden. Wo könnte da welches Haus gestanden haben?
Problem: in diesem Gebiet gib’s heute zum großen Teil keine alten Häuser mehr, eigenen Aufnahmen hab ich damals an dieser Ecke nicht gemacht und auf den Bildern anderer Fotografen sind meist nur wenige Orientierungshilfen wie Hausnummern oder -inschriften erkennbar. Deshalb versuche ich im Folgenden eine, zugegeben etwas schwierige, Zuordnung … Weiterlesen

Thälmann-/Ecke Liebmannstraße (Teil 2)

… neue Kreuzungsbilder

 Ende März 2017 gab es hier im Blog einen ersten Beitrag mit alten Bildern von der Kreuzung Thälmann-/Liebmannstraße, verbunden mit der Bitte zu weiterer Bildersuche.
Mit Erfolg – diesmal zwei Bilder mit Blickrichtung Volkmarsdorf, nebenstehend eine Übersichtsskizze mit den Foto-Standorten.
Weiterlesen

neue Namen brauchte das Land …

Straßenumbenennungen im Leipziger Osten, 1945

Über die Straßenumbenennungen in Leipzig zur Wendezeit (um 1990 herum) wurde viel geredet, geschrieben und diskutiert. Das war unmittelbar nach dem 2. Weltkrieg anders – die Einwohner hatten damals andere Sorgen … Weiterlesen

Volkmarsdorfer Pflastersteine

l_wurzner_google-02Auf der linken Seite der Wurzner Straße,  zwischen der Hermann-Liebmann- und der Torgauer Straße standen früher die (königlichen) Volkmarsdorfer Straßenhäuser.
Dort gibt es heute keine Häuser mehr, sondern einen ,,Dunklen Wald“ statt einer grauen Häuserzeile. Die Bäume wurden  im Zuge des grünen Rietzschke-Bandes vor etwa 10 Jahren dort angepflanzt.
Bevor die Geschichte hier völlig wegradiert ist, stelle ich noch ein paar Fragen: Was hatte es mit dieser alten Ansiedlung auf sich, woran erinnert die Gehweg-Pflasterung auf dem rechten Bild und wieso ging die Bäckerstochter Auguste aus diesen Straßenhäusern in die Literatur ein ???
Weiterlesen

alte Brandkataster-Schilder, ein Überblick

Schaut nach den Schildern, solang es sie noch gibt …

OT.Nst-Nsf. Im heutigen Leipziger Ortsteil von Neustadt-Neuschönefeld (L-NN) habe ich noch einige der alten blauen Brandkataster-Schilder entdeckt:

21 Emaille-Schilder in Blau mit weißer Schrift,
ein Emaille-Schild sogar in Weiß mit schwarzer Schrift.

Meistens befinden sie sich an unsanierten Hauseingängen, oft verschwinden die historisch interessanten Schilder bei der Sanierung – aus meiner Sicht eine vergebene Chance !!!
Bei den 700 Häusern im Ortsteil entspricht das aktuell einem Rest-Anteil von nur noch etwa 3 % mit den alten Schildern. Weiterlesen

Blaue Schilder im Leipziger Osten (3.)

Volkmarsdorfer Brandkataster-Schilder

bk-vo

Ein alter Teil des ehemaligen Volkmarsdorfer Siedlungs- und Stadtgebietes gehört seit der letzten Gemeindereform von 1992 zum Leipziger Ortsteil Neustadt-Neuschönefeld. Diese ehemals Volkmarsdorfer Häuser könnten ja auch noch alte Volkmarsdorfer Brandkataster-Nummern tragen, die mit ,,Vo. Abt.“ anfangen. Um das zu erkunden, habe ich im März 2016 einen kleinen Such-Rundgang unternommen. Weiterlesen

im ,,Rietzschketal“, 1978 vs. 2015

I78-03_adRn meinen Negativ-Archiv habe ich noch eine Rollfilm-Aufnahme vom März 1978 entdeckt. Abgebildet ist ein Stück der ehemaligen Straße ,,An der Rietzschke“. Den Aufnahme-Standort habe ich unten auf der openstreetmap-Karte mit einem roten Kreis gekennzeichnet. Auch im Jahr 1978 war die östliche Rietzschke als Namensgeber dieser kurzen Straße zwischen Lilienstraße und Hermann-Liebmann-Straße schon lange überwölbt (Wölbleitung: 3,0 m breit, 1,81 m hoch), auf dem Bild etwa vor der kleinen Mauer.

Weiterlesen

grenzwertige Ost-Ortslage (2), Februar 2015

L.-Ost, Straßenszene an der Hermann-Liebmann-Straße, August 1978

August 1978

Bei dem schönen sonnigen Wetter habe ich gestern nach 37 Jahren (!) nochmals ein Foto an der Ecke Berg-/ Hermann-Liebmann-Straße aufgenommen.

Zur Erinnerung habe ich hier links neben dem Text nochmals das alte Bild von 1978 in verkleinerter Form eingestellt.

 

 

L-feb-009

L.-Ost, Hermann-Liebmann-/ Bergstraße im Februar 2015

Inzwischen hat sich hier viel verändert:

–  mehrere der alten Neuschönefelder Häuser auf der linken Straßenseite sind verschwunden,

–  an der Ecke zur Bergstraße steht sogar ein Neubau,

–  das ehemalige Rathaus von Volkmarsdorf (rechts im Bild) ist eingerüstet, ob da wohl eine Sanierung vorgesehen ist?

–  die Schienen hat man inzwischen erneuert, es gibt aber keine Oberleitung mehr: hier fährt jetzt der 70er Bus.

aufgenommen mit Sony A57, Tamron 17/50 mm, 1/320 s, F8, ISO400, 35 (52) mm