neue Namen brauchte das Land …

Straßenumbenennungen im Leipziger Osten, 1945

Über die Straßenumbenennungen in Leipzig zur Wendezeit (um 1990 herum) wurde viel geredet, geschrieben und diskutiert. Das war unmittelbar nach dem 2. Weltkrieg anders – die Einwohner hatten damals andere Sorgen … Weiterlesen

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Rabet 1978 vs. 2016

LE-03Wenn man heute von der Reclamstraße aus ins Rabet geht, dann kommt man in eine hügelige Parklandschaft mit großen Rasenflächen und vielen (jungen) Bäumen. Mit Blick nach Osten kann man den Turm der Lukaskirche und hinter dem Baumgrün Volkmarsdorfer Neubauten sehen.

Und, kaum zu glauben, noch vor vierzig Jahren befand sich hier der Ortskern von Neuschönefeld – viele kleine Häuser! Weiterlesen

Neuschönefeld ,,Sonst und Jetzt“

Geschichtsbetrachtungen
von Moritz Weißbach (1890) und Marina Geyer (1983)

Nsf_1980-06MelVon der kleinen ehemaligen Gemeinde von Neuschönefeld im Leipziger Osten ist nicht viel geblieben – Worte, Bilder, Erinnerungen gibt es nur noch wenige. Zur Ortsgeschichte liegen außer alten Gemeinde-Akten im Stadtarchiv Leipzig nur wenige Literatur-Quellen vor: darunter eine Geschichtsbetrachtung von Moritz Weißbach aus dem Jahr 1890 und eine bisher kaum bekannte, aber bemerkenswerte Diplomarbeit zum gleichen Thema von Marina Geyer aus dem Jahr 1983.
Das schauen wir uns jetzt mal etwas genauer an. Weiterlesen

Runki-Panorama, 1988

Rabet-von-obenIm Frühjahr 1988 habe ich aus der Dachluke unseres Wohnhauses in der Neustädter Straße 18 eine kleine Serie von Rundum-Bildern geschossen. Jetzt habe ich mal zwei Bilder mit meinem PSE (Photoshop Elements) zu einem Panorama rings um den Otto-Runki-Platz (damals ,,Runki“ genannt) zusammengefügt.

Das sieht schon interessant aus. Leider konnte ich kein neues Bild gegenüberstellen – da ich nicht mehr dort wohne, kann ich nicht so einfach den Leuten aufs Dach steigen  😉 Weiterlesen

alte Brandkataster-Schilder, ein Überblick

Schaut nach den Schildern, solang es sie noch gibt …

OT.Nst-Nsf. Im heutigen Leipziger Ortsteil von Neustadt-Neuschönefeld (L-NN) habe ich noch einige der alten blauen Brandkataster-Schilder entdeckt:

21 Emaille-Schilder in Blau mit weißer Schrift,
ein Emaille-Schild sogar in Weiß mit schwarzer Schrift.

Meistens befinden sie sich an unsanierten Hauseingängen, oft verschwinden die historisch interessanten Schilder bei der Sanierung – aus meiner Sicht eine vergebene Chance !!!
Bei den 700 Häusern im Ortsteil entspricht das aktuell einem Rest-Anteil von nur noch etwa 3 % mit den alten Schildern. Weiterlesen

Blaue Schilder im Leipziger Osten (2.)

Entdeckungen in Neuschönefeld
L_Nst-Nsf-15d

Auf der Suche nach Brandkataster-Schildern südlich der Eisenbahnstraße habe ich neulich das eine und andere entdeckt.
Aber, was hat dieser Kanaldeckel mit den Brandkataster-Nummern von Leipzig-Neuschönefeld zu tun und um welchen Kanal geht es hier überhaupt unter der Melanchtonstraße im Leipziger Osten?
Das sind Entdeckungen, die ich so nebenbei gemacht habe und die schon wieder nach neuen Erkundungen ,,riechen“ …

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Eisenbahnstraße, 1925 vs. 2015

… vor 90 Jahren in Leipzig-Neustadt

eisenbahnstr.1925dIm Jahr 1986 habe ich von einem guten Bekannten, der in der damaligen Ernst-Thälmann-Straße gewohnt hatte, eine alte Postkarte zum Kopieren erhalten.
Die Qualität des Ausgangsmaterials als gelaufene Postkarte war nicht sooo toll, auch die (fast) händische Beschriftung „Leipzig, Eisenbahnstr.“ fühlt sich mehr nach Amateur an.
Einen von mir handschriftlich mit Anmerkungen versehenen Abzug hatte ich 1987 im Stadtarchiv gegen die Nennung der Aktenbezeichnungen mit den Bauunterlagen der Kreuz-Kirche, L.-Neustadt eingetauscht. Weiterlesen

Ost-Passage in der Eisenbahnstraße 74

Sonntagausfl-38Zum Tag des Offenen Denkmals 2015 konnte man heute einen Blick ins Obersgeschoss des ehemaligen Kinos ,,Ost-Passage-Theater“ im Hinterhof der Eisenbahnstraße 74 werfen. Dabei kam erstaunliches zu Tage.

Dieses Gebäude zwischen der Eisenbahnstraße 74 und der Konradstraße 29/31 wurde im Jahr 1909 als unterkellerte Markthalle errichtet. Der Durchgang zwischen den beiden genannten Häusern zwischen Eisenbahn- und Konradstraße wurde nach innerstädtischem Vorbild damals an der Hauptgeschäftsstraße des Leipziger Ostens als ,,Passage“ bezeichnet. Im Jahr 1912 wurde die Markthalle in ein Kino umgebaut und als solches wurde es dann 50 Jahre lang genutzt…
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Die Leipziger Eisenbahnstraße

Bahnübergang an der Eisenbahnstraße, um 1850

Bahnübergang Eisenbahnstraße,
Schönefelder Weg um 1850

[Im Neustädter Markt Journal, Heft 6 (Februar 1992) auf Seite 10 ff. erschienen.  Mit Ergänzungen vom August 2015.]

Die Leipziger Eisenbahnstraße (zeitweise Ernst-Thälmann-Straße) entstand vor etwa 180 Jahren mit dem Bau der ersten deutschen Ferneisenbahnlinie von Leipzig nach Dresden, unmittelbar neben dieser Strecke im Osten von Leipzig.
Stadtauswärts, etwa im Bereich der linken Straßenseite und des linken Fußwegs der heutigen Straße, fuhren bereits 1837 die ersten Züge von Leipzig nach Althen.

Auf Grund dieser Vorgeschichte verläuft die heute etwa 2,5 km langen Eisenbahnstraße fast schnurgerade und auf sehr ebenen [Bahn-]Niveau. Von Bahndämmen und Einschnitten wie auf dem Bild ist allerdings nichts mehr zu sehen.
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