Herbstblick auf Neustadt

Am letzten Sonntag habe ich kurz vor 4 Uhr nachmittags ein schönes Regenbogenbild von der Gegend um die Eisenbahnstraße aufgenommen. Im Bildausschnitt rechts, genau unter dem Regenbogen, ist die Neustädter Heilig-Kreuz-Kirche zu sehen, die am Reformationstag des Jahres 1894, vor über 100 Jahren, eingeweiht worden war. Der Kirchturm rechts dahinter gehört zur Schönefelder Gedächtniskirche, die vor etwa 200 Jahren  als Nachfolger für den in der Völkerschlacht bei Leipzig zerstörten Vorgängerbau errichtet wurde. Dort befindet sich auch die Grabstätte der ehemaligen Schönefelder Rittergutsbesitzer von Eberstein, denen ja auch das Neustädter Areal ursprünglich gehörte.

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Boulevard Hedwigstraße, 1908

Ende der 1980er Jahre habe ich von Jochen G. aus der Ernst-Thälmann-Straße 27 ein paar interessante ältere Postkarten aus dem Gebiet von Neustadt-Neuschönefeld mal übers Wochenende zum Anschauen bekommen. hedwig-1908-sNein, überlassen wollte er sie mir leider nicht – ich durfte mir aber Fotokopien anfertigen. Und auf einer dieser Postkarten, herausgegeben vom Verlag Seb. Hess, Papier- und Schreibwaren, Eisenbahnstraße 30, ist ein interessanter Blick durch die damals von Geschäften gesäumte und sehr belebte Hedwigstraße in Richtung Norden zur Heilig-Kreuz-Kirche zu sehen. Ein Stück Stadtgeschichte!

In welchem Jahr könnte dieses Foto entstanden sein?
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alte Häuserecke in L.-Neustadt (2)

nst-nsf-001q2. die ersten Wohnhäuser

Wenn man von der Eisenbahnstraße in die  Neustädter Straße blickt, dann fällt auf der rechten Straßenseite eine größere Häuserlücke auf.  Heute befindet sich an dieser Stelle seit 2014 eine Gemeinschafts-Gartenanlage.
Früher standen hier die alten Häuser der Neustädter Straße 20 und 22. Beide sind aber 1992/93 abgerissen worden. Ist da gar nichts übrig geblieben…?
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alte Häuserecke in L.-Neustadt

alte_Ecke_detail

1. schmuckes Haus an alter Ecke

 Dieses schmucke Haus Neustädter Straße Nr. 24 an der Ecke Ludwigstraße soll aktuell das älteste Haus im Wohngebiet von Leipzig-Neustadt sein?  Zumindest der ältere Teil des Hauses an der Neustädter Straße (rechts im Bild zu sehen) ist fast 150 Jahre alt und hat schon einiges ,,erlebt“.

Diese Ecke wollen wir uns mal etwas genauer ansehen … Weiterlesen

Löwe an der Wand (Teil 2)

… in der Meißner Straße

Meissner13-Loewe.rotIm ersten Teil ging es um die alten, in den Gründerjahren vor über 140 Jahren, gebauten Häuser in der Meißner Straße (damals Marktstraße) – vom ,,landkartengaebler“ an der Ecke zur Neustädter Straße bis zur Fleischsalat-Fabrik.
Ein Gebäude in der Meißner Straße trägt auch heute noch einen Löwenkopf über der Haustür an der Wand. Heute hebt sich dieses Relief nicht farblich vom Untergrund ab: könnte es aus historischer Sicht vielleicht golden eingefärbt werden oder vielleicht auch rot?
Darüber soll es heute gehen in der Fortsetzung vom 1. Teil: Was soll der Löwe dort an der Wand?

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Was soll der Löwe dort an der Wand?

… in der Meißner Straße

Meissner13-goldWir haben früher in der Schulze-Delitzsch-Straße gewohnt. Gleich um die Ecke kann man in der Meißner Straße auch heute noch ein Gebäude sehen, an dem über der Haustür ein Löwenkopf prangt!
Könnte das ein altes Hauszeichen sein, war der Hausbesitzer etwa ein Löwenjäger oder hat da etwa ein übereifriger Investor beim Sanieren seinen heimischen Löwen einfach dazumodelliert? Wann wurden diese Häuser hier gebaut? Wer hat da früher gewohnt und was war hier an Handel und Gewerbe angesiedelt?
All diese Fragen möchte ich versuchen im Folgenden zu ergründen …

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die Hedwigstraße nach 35 Jahren

16-06_Blick.ins.Grüne… mit einem Blick ins Grüne

Es ist schon erstaunlich: wenn man heute am Neustädter Markt vor der Kirche steht und in Richtung der Eisenbahnstraße schaut, dann hat man einen weiten Blick ins Grüne. Vorbei an den jetzt im Juni grünenden Straßenbäumen kann man heute über die Eisenbahnstraße hinweg bis in den grünen Rabet-Park blicken.
Das war aber früher ganz anders …
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Schulze-Delitzsch-Straße 1976 – 2016

Nst.SDS_89,,Wo gibt’s denn in Leipzig eine Schulze-Delitzsch-Straße?“ Das wird so mancher, auch Ur-Leipziger, heute noch fragen. Zur näheren Erläuterung hier eine kleine Skizze vom Leipziger Osten.
Bei manchem gibt’s jetzt Vorurteile: ,,Hinter der Eisenbahnstraße, wer wohnt da schon?“
An der Stelle will ich mich outen – meine Familie und ich, wir haben dort 10 lange DDR-Jahre gewohnt. Demnächst wird es hier bei wortblende einen Artikel über Wohnhäuser in der Neustädter Schulze-Delitzsch-Straße geben.
Zur Einstimmung habe ich schon mal in meiner Fotosammlung gekramt und ein 40 Jahre altes Papierbild entdeckt …
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Alte Schilder in Leipzig-Neustadt

Früher waren mehr blaue Schilder!

Zumindest, was die kleinen blau-emaillierten Blechschilder links oben an vielen Haustüren betraf: z.B. Nst. Abt. 61 oder N. Abt.27 – was bedeutet das?BKN_L-Nst_9xMittlerweile gibt es nicht mehr viele davon und deshalb will ich versuchen der Sache hier und jetzt mal auf den Grund gehen.

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Akten-Einsichten (Neustadt 1)

kreuki3Actae, den Bau der Kirche in Leipzig-Neustadt betreffend

Ende der 1980er Jahre war das Stadtarchiv im Dachgeschoss des Neuen Rathauses beheimatet.
Wie berichtet, hatte ich in den Jahren 1987 und 1988 dort über die Kirchengeschichte von Leipzig-Neustadt recherchiert. Die Akten lagen damals fast ausschließlich in handschriftlicher Form vor, natürlich in der heute nicht mehr üblichen deutschen Kanzlei- bzw. Kurrentschrift und da muss man beim Lesen etwas geübt sein  😉

Wen es interessiert und wer dort auch gern recherchieren möchte, hier eine kleine Aufstellung der damals von mir durchgesehenen sogenannten Kapitelakten (Cap.).
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