Volkmarsdorfer Pflastersteine, Nachtrag

eine ,,VEB“-Geschichte

Zum Beitrag vom 3. März dieses Jahres zu den Volkmardorfer Pflastersteinen habe inzwischen eine Zuschrift von Lutz Göschel aus Nürnberg erhalten. Sein Vater, Erich Göschel, war in der Erich-Ferl-Straße Nr. 21 Eigentümer eines Radio-Fachgeschäfts.
Was das mit nebenstehenden Bildausschnitt samt Gully, Fußwegpflasterung, dem angedeuteten Haltestellenschild und einem ,,VEB“ zu tun hatte, dem möchte ich in diesem Artikel nachgehen. Weiterlesen

Leipziger Straßenbahn-Jubiläum 1996

In meinem analogen Filmarchiv habe ich kürzlich ein interessantes Bild mit vielen alten Straßenbahnen entdeckt. Ich habe das Bild am Sonnabend, den 8. Juni 1996 an der Haltestelle Goerdelerring aufgenommen. Es stammt von einer historischen Straßenbahn-Parade anläßlich des 100jährigen Jubiläums der Leipziger elektrischen Straßenbahn.
Auf dem Bild kann man viele sehr gut erhaltene / restaurierte alte und neuere Straßenbahnen sehen –  es gab ein großes Getümmel an Schaulustigen, die sich das damals nicht entgehen lassen wollten. Weiterlesen

Thälmann- / Ecke Liebmannstraße

Die heutige Straßenkreuzung Hermann-Liebmann- / Eisenbahnstraße war schon immer eine sehr belebte Ecke.

Die alte Stadtplan-Kopie (rechts) stammt aus dem Jahr 1929, da hieß die Kreuzung noch Kirchstraße / Eisenbahnstraße.
Das schlichte B.-A. weist übrigens auf eine kleine Bedürfnis-Anstalt an dieser Ecke hin.

Gibt es für diese Ecke noch richtige Fotobelege?
Wer hat noch was? Bitte melden.
Eine kleine Umfrage bei ehemaligen Einwohnern hat vorerst zwei Aufnahmen aus den 1960er Jahren zu Tage gefördert … Weiterlesen

Etüde in Rost (Flemming-Fotopirsch 2)

Je nach Blickwinkel des Fotografen kann man eine alte Industriebrache natürlich gebäudespezifisch-historisch oder auch in der Schönheit von rostigem Eisenschrott betrachten.
Die Bilder wurden im Sommer 2004 auf dem Gelände „hinter“ der Franz-Flemming-Straße in Leipzig-Leutzsch von einem fotobegeisterten Kollegen aufgenommen. Weiterlesen

Flemming-Fotopirsch 2002 (Teil 1)

Vor 15 Jahren hatten wir in den Räumen der früheren Firma MLW an der Flemmingstraße eine mehrtägige Weiterbildungs-Veranstaltung. Besonders interessant fand ich damals allerdings den Hinterhof-Bereich zwischen der Franz-Flemming- und der Georg-Schwarz-Straße mit dem maroden Charme vieler alter Fabrikgebäude (-Ruinen).   😉   😉   😉
Deshalb hab ich in einer sonnigen Mittagspause mit meiner damaligen Minolta 600si / Sigma 28-105 mm und einem Farbnegativ-Film Fuji Superia S-200 eine Fotopirsch in die rückwärtige Industrie-Brache unternommen.
Auf Anregung vom Geheimtipp Leipzig habe ich den alten Film jetzt digitalisiert und versucht herauszubekommen, um welche Gebäude es sich dort eigentlich gehandelt haben könnte, da gibt es schon Überraschendes zu entdecken …
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Volkmarsdorfer Pflastersteine

l_wurzner_google-02Auf der linken Seite der Wurzner Straße,  zwischen der Hermann-Liebmann- und der Torgauer Straße standen früher die (königlichen) Volkmarsdorfer Straßenhäuser.
Dort gibt es heute keine Häuser mehr, sondern einen ,,Dunklen Wald“ statt einer grauen Häuserzeile. Die Bäume wurden  im Zuge des grünen Rietzschke-Bandes vor etwa 10 Jahren dort angepflanzt.
Bevor die Geschichte hier völlig wegradiert ist, stelle ich noch ein paar Fragen: Was hatte es mit dieser alten Ansiedlung auf sich, woran erinnert die Gehweg-Pflasterung auf dem rechten Bild und wieso ging die Bäckerstochter Auguste aus diesen Straßenhäusern in die Literatur ein ???
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in die Röhre geguckt (2008)

tunnel-fs-hbftDas ist der aktuelle Fahrschein-Stempel mit der typischen Kennung ,,DBHL“ für die heutige Station ,,Leipzig Hbf. tief“ vom Dezember 2016.
Wie man sehen wird: diese Station macht ihren Namen alle Ehre.

Und, mit diesem Beitrag möchte ich bewusst ,,mal in die Röhre gucken …“    😉

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Ode an die Brot- und Kuchenbäcker zu Reudnitz

grundstueck-lb-joachim-2017

Kohlgartenstraße im Jahr 2017: links (gelb) mit Haus-Nr. 18, rechts (grau) Ranftsche Gasse 14

Das Areal auf dem Bild von der ,,Reudnitzer Tristesse“ an der Kohlgartenstraße im Leipziger Osten hat einen interessanten historischen Hintergrund.
Eine aktuelle Recherche ergab, dass an dieser Stelle im 18. und 19. Jahrhundert links der heutigen Gabelsbergerstraße das Haus der bedeutenden Landbrot-Bäckerfamilie Joachim stand und auf der rechten Seite der über Reudnitz und Leipzig hinaus berühmte und bekannte ,,(Große) Kuchengarten“. Darüber soll hier berichtet werden … Weiterlesen

Winterhauch in Leipzig

winter17_titelIn den letzten beiden Tagen (22./23. Januar 2017) hat sich in der Leipziger Tieflandsbucht kaum mal die Sonne blicken lassen.
Aber, kein Grund zur Traurigkeit!

Bei einer fast windstillen Hochdruck-Wetterlage mit ganztägigem Frost bis zu minus 9 Grad und Hochnebel hat sich an den Bäumen, Zweigen, Blättern Raureif angeheftet und die Früchte im Botanischen Garten und im Friedenspark märchenhaft umhüllt.

Ein Grund mehr, mal mit dem Fotoapparat und dem Makroobjektiv (Sony A57 mit Sigma, 50 mm) auf Pirsch zu gehen … Weiterlesen

Zwischen Tristesse und Hoffnung

kogstr-18Gestern war ich mal wieder im Leipziger Wohngebiet von Neustadt-Neuschönefeld unterwegs. Von der Ecke Konstantinstraße aus habe ich alte Häuser auf der Südseite der Kohlgartenstraße fotografiert.
Die alten Wohnhäuser Kohlgartenstraße 18 und 20 des früheren Reudnitzer Kerngebiets stehen leer und die Fenster sind teilweise zum Plakatieren frei gegeben. Da ist es nicht verwunderlich, dass sich auch Vandalen und Schmierfinken dort versuchen. Heute ein trister, trauriger und öder Ort…
Zwei Fragen: Was war hier früher für ein Leben und gibt noch Hoffnung?

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