Runkiplatz (2)

Im ersten Teil der Geschichte vom Runkiplatz wurde gezeigt, dass hier im 80 x 80 m² kleinen Lampe-Karree vor etwa 170 Jahren die ersten Wohnhäuser auf einer früheren Schönefelder Feldflur entstanden. Nur wenige Jahre später waren die 16 Grundstücke vollständig bebaut. Danach tat sich rein bautechnisch in den Folgejahren fast nichts mehr.
In diesem Beitrag soll es um folgende Fragen gehen:
– wie entwickelte sich dieses Häuser-Karree im Zeitraum von 1903 bis heute?
– und was ist hier für die Zukunft geplant (Bild rechts)?

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Treffen mit RB

nein, es geht hier nicht um Fußball sondern um Rolf Buschmann, der in der Neuschönefelder Reinhartstraße seine Kindheit und Jugendzeit verlebt hat. Im heutigen Stadtplan kann man zwar eine Reinhardtstraße in Sellerhausen-Stünz finden, aber um diese Straße (mit ,,dt“) geht es hier nicht.
Wo soll denn in Neuschönefeld eine Reinhartstraße gewesen sein?
Um das zu ergründen habe ich an einem Nachmittag in der letzten Woche den agilen Senioren Rolf Buschmann in seiner schönen Eutritzscher Wohnung besucht. Er ist inzwischen über 92 Jahre alt, besucht aber noch oft das Internet und schreibt gern an seinem Rechner – momentan über seine Erinnerungen an die Reinhartstraße, siehe rechts Entwurf zum Titelbild.

Wir haben uns über seine Jahre in der Neuschönefelder Reinhartstraße unterhalten (1929 bis 1947) und ich habe dabei interessante Details entdeckt … Weiterlesen

Runkiplatz (1)

Früher in den 1980er Jahren gab’s auf dem Otto-Runki-Platz einen Frischmarkt mit Namen ,,Vitaminbasar“.
Was gibt’s denn da unten an der Ernst-Thälmann-Straße zu kaufen? Na klar, frische Erdbeeren aus der Region und da sind wir auch mal schnell über die Straße geflitzt und haben uns angestellt.
Nebenstehendes Bild vom Runkiplatz habe ich an einem späten Nachmittag im Mai 1987 aufgenommen.

Gab’s dort schon immer einen grünen Platz? Da könnten wir mal kurz zurück blicken …

 

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Nachlese von der Ernst-Thälmann-Straße

Seit langer Zeit ist über die Eisenbahnstraße mal wieder ein Bildband erschienen – ein neues Buch mit alten Bildern aus dem Mitteldeutschen Verlag mit dem Titel: Als die Eisenbahnstraße noch Ernst-Thälmann-Straße hieß.
Dieser Bildband wurde zur Leipziger Buchmesse vom Fotografen Harald Kirschner und dem Verlag am 23. März 2019 im Stadtgeschichtlichen Museum vor großem Publikum präsentiert.
Anschließend gab es die Gelegenheit von Fotograf zu Fotograf ein paar Worte auszutauschen und ins Buch schreiben zu lassen … Weiterlesen

Die Brache (1)

,,… über sieben Stufen musst Du gehn …“, dann kommst Du [frei nach Karat und rechts im Bild] auf eine Brache an der mittleren Eisenbahnstraße. Eingeweihte Anwohner wissen, wovon ich spreche. Für alle anderen: die Brache liegt stadtauswärts auf der linken Seite der Eisenbahnstraße zwischen Elisabeth- und Idastraße. Die gesamte Fläche der Brache (Flurstücke Volkmarsdorf 359 und 359 a) liegt heute als eigenartige Häuserlücke bis zu 1 1/2 Meter über Straßenniveau.
Was ist das für eine eigenartige erhöhte Häuserlücke in der Eisenbahnstraße? – Das hatten wir uns auch schon gefragt, als wir Mitte der 1970er Jahre beim abendlichen Schaufensterbummel in der früheren Ernst-Thälmann-Straße dort vorbei gekommen sind … Weiterlesen

Frieden oder Krieg?

An der südlichen Grenze des alten Gemeindegebiet von Neuschönefeld zu Reudnitz und Volkmarsdorf gab es einen kleinen Platz an der Kreuzung Rabet / Melchior- / Martha- und Adelheidstraße mit einem öffentlichen Brunnen und einem Kriegerdenkmal.
Brunnen und Pumpe waren bereits ein Thema (Fundstück: Delphin Nr. 141), daher heute ein paar Zeilen und Bilder zum Kriegerdenkmal, dass an den Deutsch-Französischen Krieg von 1870/71 erinnerte und ursprünglich gar keins gewesen war …
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Fundstück: Delphin Nr. 141

Auch im Spätherbst kann man in der Stadt noch so manches entdecken. Besonders, wenn die Blätter gefallen sind und dadurch Verborgenes, Mögliches und Unmögliches zum Vorschein kommt.
Zum Beispiel wie letztlich Ende November am südlichen Rand des Rabetparks: da waren mir Fragmente einer sonst vollkommen im Gebüsch versteckten alten Pumpe aufgefallen, siehe Bild rechts.
Über deren ,,Unmöglichkeit“, diese Pumpe im Allgemeinen, den früheren Standort im Besonderen und einen speziellen ,,Delphin-Krimi“ möchte ich im Folgenden berichten …

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Thälmann-/Ecke Liebmannstraße (Teil 2)

… neue Kreuzungsbilder

 Ende März 2017 gab es hier im Blog einen ersten Beitrag mit alten Bildern von der Kreuzung Thälmann-/Liebmannstraße, verbunden mit der Bitte zu weiterer Bildersuche.
Mit Erfolg – diesmal zwei Bilder mit Blickrichtung Volkmarsdorf, nebenstehend eine Übersichtsskizze mit den Foto-Standorten.
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Leipzig-Ost, Einblicke 1977 -2017

Wir bitten unsere Kundschaft in tanzgerechter Kleidung zu erscheinen!
KEINE JEANS

Gute Frage zum heutigen Welttanztag (29. April 2017):
wer kennt diesen Aushang und wo könnte das gewesen sein?
Zusatz: … und wie sieht es dort heute aus? Weiterlesen

am Broadway des Ostens (1977)

ethstr_77-11_s… so wurde die Leipziger Ernst-Thälmann-Straße im Volksmund zu den besten DDR-Zeiten genannt.
Hier war stets ein Menschengewimmel, hier flutete der Auto- und Straßenbahnverkehr, hier gab’s zwei Kinos , jede Menge Kneipen und Geschäfte aller Art, in denen man fast alles haben konnte …
Rechts auf dem Bild sieht man fast die ganze Bandbreite der damals in der DDR erhältlichen PKW’s und im Hintergrund die noch fast vollständig bebaute rechte Straßenseite von Neuschönefeld, auch den noch bebauten Abschnitt des heutigen Runkiplatzes (!).
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