Eisenbahn Nr. 5

In einem alten Leipziger Kalender für das Jahr 1911 habe ich kürzlich in einem Beitrag über Leipziger Architekturaufgaben und ihre Lösungen in Text und Bild auch etwas über einen damaligen hochgelobten Neubau in der Eisenbahnstraße 5, im Leipziger Osten, gelesen. Ein höchst seltener Artikel – auch damals.
Was es mit diesem Haus so auf sich hat und was nebenstehendes Bild von einem Kanalisationdeckel mit diesem Haus zu tun hat, daran möchte ich mich im Folgenden mal versuchen. Weiterlesen

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Heimatbewußtsein 1988

Vor dreißig Jahren – im Jahr 1988 –  fand in Leipzig-Neustadt die erste und bisher einzigste Geschichtskonferenz zum Wohngebiet statt.

Wie es dazu kam, welche Quellen damals möglich und nutzbar waren, wer mich damals unterstützt hatte, was da am Rande so abgelaufen ist und welche ungeahnten Folgen das Ganze hatte, davon möchte ich im Folgenden berichten. Weiterlesen

neues vom PAPSER

Seit Veröffentlichung des Beitrags ,,Ein Prost auf den PAPSER
“ am 16. Februar 2018 habe ich eine Reihe von Zuschriften erhalten – vielen Dank!

Da gibt es tatsächlich als FUND-Sache ein älteres Foto aus den 1950er Jahren mit der Gaststätteninschrift ,,Zum Papser“, einer interessanten Straßenbahn der Linie 22 und als TAT-Sache ein etwas nachdenklich stimmendes aktuelles Bild.

Lasst Euch überraschen …
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Ein Prost auf den PAPSER

Lang ist es her, als im ,,Papser“‚ das Tanzbein geschwungen und opulent geschwoft wurde. Die Amüsement-Gemächer in der Kirchstraße 85 (heute Hermann-Liebmann-Straße) – Ecke der Ludwigstraße waren aber eine Institution im Ostteil der Stadt und werden vielen junggebliebenen Zeitzeugen noch gut in Erinnerung sein.
Hat sich eigentlich mal jemand gefragt wie der Name ,,Papser“ zustande kam? Ausgedacht wurde er sehr wahrscheinlich vom Kneiper Max Wreesmann, hier rechts auf dem Bild.

[Ein Gast-Zeit-Beitrag von Andreas Hönemann mit Anmerkungen und Ergänzungen im Prolog durch Harald Stein und im Epilog durch Bert Hähne] Weiterlesen

Akten-Einsichten (Neustadt 4)

Geschäftsbericht Neustadt bei Leipzig, 1887

Neustadt bei Leipzig war ganze neun Jahre (von 1881 bis 1889) eine selbständige Gemeinde und hat als solche natürlich auch interessante jährliche Geschäftsberichte der Gemeindeverwaltung verfasst und herausgegeben. Am 26. März 1888 erschien in der Leipziger Vorstadt-Zeitung, 10. Jahrgang, Nr. 47 der ,,Geschäftsbericht der Gemeindeverwaltung zu Neustadt bei Leipzig auf das Jahr 1887″.
Im Jahr 1887 gab es aber auch Informationen, die aus verschiedenen Gründen nicht in diesem Geschäftsbericht standen. Dazu wird es hier ein paar Anmerkungen geben. Weiterlesen

Hier lockte die Lok

… Leipzig, Neustädter 30

Heute wird es nicht richtig hell, es herrscht (so typisches) vorweihnachtliches und kaltes Nieselwetter. Da geh ich freiwillig nicht raus, sondern krame mal in meinen Erinnerungs-Kartons. Dabei habe ich einen Brief aus dem Jahr 1991 von Gabriele Israel aus der Neustädter 30 mit einem alten Foto entdeckt.
Eine sehr interessante Sache !
Die Neustädter 30 ist gegenwärtig (Bild rechts) eine trostlose Ruine, selbst alte Inschriften sind Dank ,,künstlerischer“ Schmierereien kaum noch lesbar.
Gibt’s da noch mehr zu entdecken?
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Herbstblick auf Neustadt

Am letzten Sonntag habe ich kurz vor 4 Uhr nachmittags ein schönes Regenbogenbild von der Gegend um die Eisenbahnstraße aufgenommen. Im Bildausschnitt rechts, genau unter dem Regenbogen, ist die Neustädter Heilig-Kreuz-Kirche zu sehen, die am Reformationstag des Jahres 1894, vor über 100 Jahren, eingeweiht worden war. Der Kirchturm rechts dahinter gehört zur Schönefelder Gedächtniskirche, die vor etwa 200 Jahren  als Nachfolger für den in der Völkerschlacht bei Leipzig zerstörten Vorgängerbau errichtet wurde. Dort befindet sich auch die Grabstätte der ehemaligen Schönefelder Rittergutsbesitzer von Eberstein, denen ja auch das Neustädter Areal ursprünglich gehörte.

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Mails from OZ (part 3)

Aus Newcastle in NSW (Newsouthwales) / Australien habe ich noch ein paar Bilder vom Leipziger Osten erhalten, die von Sean P. im Jahr 1990 im Bereich der Kreuzung Hermann-Liebmann-/ Erich-Ferl-Straße aufgenommen wurden. Wo könnte da welches Haus gestanden haben?
Problem: in diesem Gebiet gib’s heute zum großen Teil keine alten Häuser mehr, eigenen Aufnahmen hab ich damals an dieser Ecke nicht gemacht und auf den Bildern anderer Fotografen sind meist nur wenige Orientierungshilfen wie Hausnummern oder -inschriften erkennbar. Deshalb versuche ich im Folgenden eine, zugegeben etwas schwierige, Zuordnung … Weiterlesen

Wintergarten-Kino, Nachtrag

… etwas russich, oder?

Im Netz habe ich ein sensationelles Bild mit nebenstehender Fassadenaufschrift aus der Zeit nach dem Krieg entdeckt [# 1]. Für alle, die sich mit kyrillischen Schriftzeichen nicht so auskennen: Союзинторгкино wird in lateinischer Umschrift ,,Sojusintorgkino“ geschrieben. Um welches Gebäude es sich hier handelt und warum dort diese russische Inschrift dranstand, davon hier mehr …
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… Tabak aus der Ludwigstraße

In einem mir vorliegenden Zeitungsartikel aus Leipzig heißt es:
,,das Wirtschaftsamt hat jetzt die Möglichkeit geschaffen, daß der Tabakkleinpflanzer seinen selbst angebauten Tabak gegen Fertigfabrikat umtauschen kann.“
Als Ankaufstelle von dachreifem Kleinpflanzer-Tabak wird auch eine Fa. Rößger & Neumann, vertreten durch Herrn Heinrich Kresselt, in der Neustädter Ludwigstraße 4 genannt.
Alles starker Tobak oder wie oder wer? Weiterlesen