bunte Rodelvielfalt

… an der ,,Warze“ in Leipzig, am 8. Januar 2017

jan17_24dNach dem Schneefall gestern Nacht waren heute Vormittag augenscheinlich alle, die in der Nähe vom Clara-Park wohnen und einen Schlitten haben, an der ,,Warze“ zum Rodeln. Gefühlte tausende Kinder und Erwachsene!

Ja, von der Warze sind wir schon als Kinder in den 1950er und 60er Jahren heruntergerodelt und auch unsere Kinder in den 1970er und 80er Jahren. Ein richtiger Familien-Rodelhügel. Wie kommt dieser etwa 4 m ,,hohe Berg“ ( ! ) eigentlich in den Park – war der schon immer hier?

Eigentlich handelt es sich bei der ,,Warze“ um die ,,Große Warze“ und sie ist künstlichen Ursprungs – ein kleiner Schuttberg.
st_iga-1897_03Die Hügel entstanden, als nach der großen sächsisch-thüringischen Industrie- und Gewerbe-Ausstellung vor 120 Jahren, im Jahr 1897, die Ausstellungsgebäude abgerissen wurden und die Schuttreste auf zwei kleinen Haufen abgelagert wurden: der ,,Großen Warze“ (heute schlicht Warze genannt) und der ,,Kleinen Warze“ gleich daneben (heute auch Leonorenhügel genannt).
Links im Bild auf der Postkarte befindet sich die ,,Warze“ etwa dort, wo das Theater eingezeichnet ist. Viel erinnert heute nicht mehr an diese vielleicht größte Ausstellung in der Leipziger Messelandschaft. Der Park verdankt ja schließlich seine Existenz dieser großen Ausstellung.

Und vielleicht finde ich in diesem Jahr noch ein paar Überbleibsel dieser Ausstellung von vor 120 Jahren?

Anmerkung: Das Bild oben habe ich heute 11:17 Uhr mit meiner Sony A57 und dem Standardzoom Tamron Aspherical LD XR Di II SP17-50 mm, F6,3, 1/125 s, 35 mm, ISO 200 aufgenommen. Die Tonwertkurve habe ich etwas angepasst.

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2 Gedanken zu “bunte Rodelvielfalt

  1. Da mein Geburtsort Burghausen heute zu Leipzig gehört ,muss ich beim Thema Rodeln unbdingt die Rodelbahn Bienitz erwähnen. Die haben wir als Kinder geliebt,das war eine richtige große Rodelbahn.

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    • Ja, stimmt. Im Stadtgebiet gibt es heute auch die große Rodelbahn am Fockeberg. Die könnten wir als Kinder in den 1950er Jahren nicht nutzen; das war damals noch Schutt-Abladeberg. Ich erinnere mich, dass aus dem Schutt damals noch reich verzierte Fassadenteile von zerbombten Leipziger Häusern herausragten. Seit dem Krieg waren ja gerade mal 15 Jahre vergangen … [Harald St.]

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