… über Neustädter und Neuschönefelder Gasthöfe

[Im Neustädter Markt Journal, den Heften Nr. 9, Mai 1992 (Bergschlößchen), Nr.11, Juli 1992 (Sanccouci),  Nr. 19, März 1993, (Gasthof Neustadt) und Nr. 27, Dezember 1993 (Kaiserhallen) erschienen.]

Historisches über Neustädter und Neuschönefelder Gasthöfe

Am 29. März 1992 wurden spätabends im ZDF Ausschnitte preisgekrönter Filme gezeigt.
L-Nsf_EThStr_06.88Darunter konnte man in einem Schwarzweißfilm überraschend auch Aufnahmen aus der Leipziger Eisenbahnstraße (ehem. Thälmannstraße) sehen: die Fassadenfront vom einstigen Kino ,,Wintergarten“, ,,Broilerbar-Ost“ bis zur Ecke Melchiorstraße in ihrem erschreckend heruntergekommenen Zustand.
Ein ostdeutscher Filmemacher erhielt für diesen Film bei der Adolf -Grimme-Preisverleihung 1992 einen Sonderpreis – der Grimme-Preis ist ein vom Deutschen Hochschulverband gestifteter und als bedeutendste deutsche TV-Auszeichnung geitender Preis, der jährlich in Marl (NRW) verliehen wird.
Hier sollen aber nicht der Filmemacher, sondern die gezeigten Gebäude aus unserem Wohngebiet im Mittelpunkt stehen.

1. Schankwirtschaft „Zum Bergschlößchen
Das Flurstück zwischen dem ,,Wintergarten“ bis zur Ecke Melchiorstraße als Eisenbahnstraße 56 gehört zu Neuschönefeld und trägt die Katasternummer 83.
Im Mai 1851 wurde an dieser Stelle die erste Schankwirtschaft der Gemeinde Neuschönefeld mit der Bezeichnung ,,Zum Bergschlößchen“ eröffnet. Ursprünglich lag das Gebäude auf einem kleinen Hügel, vielleicht daher der Name? Die erst 1845 selbstständig gewordene Gemeinde Neuschönefeld zählte 1851 etwa 2300 Einwohner. Direkt vor der Schankwirtschaft führten die Gleise der Leipzig-Dresdner Eisenbahn vorbei, nur die Eisenbahnstraße lag dazwischen – allerdings nur etwa halb so breit wie heute, dafür von einer Kirschbaumallee gesäumt.

Restaurant Bergschlößchen, Leipzig-Neuschönefeld, 1992

Restaurant Bergschlößchen,
Leipzig-Neuschönefeld, 1992

Im Saal dieser Gastwirtschaft, wo heute die Reste des Kinos ,,Wintergarten“ stehen, fanden bis zur Eingemeindung von Neuschönefeld zu Leipzig im Jahr 1890 regelmäßig die Gemeinderatssitzungen statt. In diesem Gebäude wurde 1875 der ,,Allgemeine Arbeiterverein zu Neuschönefeld“ gegründet, aber aufgrund des sozialdemokratischen Gedankengutes mit dem Inkrafttreten des Sozialistengesetzes 1878 bereits wieder verboten. Ab 1885 konnten im Neuschönefelder ,,Bergschlößchen“ wieder sozialdemokratische Versammlungen stattfinden. Zur Abendfeier des 1. Mai 1890 kann man im ,,Leipziger Stadt- und Dorfanzeiger“ lesen:
,,Im Bergschlößchen von Neuschönefeld hatten wir Gelegenheit, den für alle Festsäle gleichlautenden Prolog schwungvoll von Herrn Kies vorgetragen zu hören. Dagegen war die Musik nicht so gut wie in den westlichen Vororten und die Luft zum Ersticken vom Tabakrauch durchqualmt. Nach dem hier eingegangenen Eintrittsgeld berechnete der Mann an der Kasse die Zahl der Anwesenden auf 1200 Köpfe.“

Das UFA-Theater ,,Wintergarten“ wurde erstmals in Jahr 1924 in den ,,Leipziger Kinoblättern“ erwähnt. Der Name deutet möglicherweise auf den ehemaligen Saal hin. Mit 530 Plätzen war dieses Kino noch vor ein paar Jahren fünftgrößtes Leipziger Kino, unser ,,Filzlatschen-Kino“.

Und nun …? Letzter Besitzer des Gesamtgrundstücks, laut Adressbuch von 1942, war der Gastwirt und
Kaufmann F. Groß. Vielleicht kann der Bürgerverein ,,Neustädter Markt e.V.“ was zur Zukunft dieser Gebäude ermitteln oder mitteilen?

Leipzig-Neustadt, April 92

L-Nsf_Bergschlösschen_Nov.1989_86d[Anmerkungen 2014:

Anfang der 90er Jahre diente das „Bergschlößchen“ noch als „Vogel-Hotel“ mit zehn „Zimmern“, siehe nebenstehendes Bild vom November 1989.

Mitte der 90er Jahre wurde diese gesamte Häuserzeile an der Eisenbahnstraße abgerissen. Heute erinnert nichts mehr daran.]

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2. der ,,Blud‘sche Gnoch‘n“ in Neuschönefeld

Waren die Menschen in der ,,guten alten Zeit“ geselliger?
Damals traf man sich nach vollbrachtem Tagewerk in Gaststätten zum Unterhalten, zu Musik und zum Tanzen. ,,Alleinunterhalter“, wie Radio, Fernsehapparat, Videorekorder und andere Errungenschaften der heutigen Zeit gab‘s damals ja noch nicht.

So war es auch nicht verwunderlich, dass kurz nach Gründung der selbstständigen Gemeinde Neuschönefeld (1845) bereits am 27. Januar des Jahres 1851 als erster Tanzsaal im Haus mit der Kataster-Nr. 167 ,,Rübners Salon“, später ,,Salon Sanssouci“, gegenüber vom damaligen Gemeindeamt, eröffnet wurde.
Neuschönefeld hatte in dieser Zeit etwa 70 Wohnhäuser mit 2300 Einwohnern.

L.-Neuschönefeld, Gaststätten "Zum Bergschlößchen" und "Sanssouci", Plan 1908

L.-Neuschönefeld, Gaststätten „Bergschlößchen“ und „Sanssouci“, Plan 1908

Besonders in den Jahren der ,,Gründerzeit“, nach 1871, stiegen die Einwohnerzahlen der Leipziger
Vororte teilweise um ein Vielfaches an, neue Orte entstanden, z.B. Neustadt, nördlich der Leipzig-Dresdner Eisenbahnlinie, im ,,Salon Sanssouci“ wurde regelmäßig zu ,,Concert und Ballmusik“,
wie man dem ,,Leipziger Dorfanzeiger“ dieser Jahre entnehmen kann, eingeladen.

Restaurant Sanssouci, Leipzig-Neuschönefeld, 1983

Restaurant Sanssouci,
Leipzig-Neuschönefeld, 1983

Das ging aber nicht immer nur mit Tanz, Unterhaltung und Frohsinn vonstatten: im Jahr 1886 kam der Tanzsaal zu seinem neuen (Volksmund Namen ,,Blud‘scher Gnoch‘n“. Im ,,Reudnitzer Tageblatt“ vom 30. August 1886 steht folgendes:
,,Neuschönefeld. Sanssouci war gestern Abend der Schauplatz einer blutigen Schlägerei, wie wir sie seit Menschengedenken hier nicht gehabt haben. An derselben waren über 50 Personen beteiligt, meist junge Nachbarsleute aus Volkmarsdorf und Sellerhausen. Kellner, Wirt und Polizei waren machtlos, die Kämpfenden zu trennen, selbst die blanke Waffe konnte nichts ausrichten. Schließlich wurde die Feuerwehr aufgeboten, der es endlich gelang, die Ruhe herzustellen. Die Verletzungen, darunter verschiedene schwerer Natur, sind sehr zahlreich.“

Sogar in den ,,Dresdner Nachrichten“ wurde wurde das blutige Ereignis erwähnt. Einige unserer älteren Mitbürger können sich noch an die Bezeichnung ,,Blud‘scher Gnoch‘n“ erinnern.

Der Tanzsaal hieß zuletzt ,,Ballhaus Klein Sanssouci“ (Otto-Runki-Straße 18), er wurde im Jahr 1976 abgerissen.

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L.-Neuschönefeld, Ballhaus Klein Sanssouci, 1975

Zum hier gezeigten Bild gibt es auch eine Panoramaaufnahme in einem anderen Bild-Artikel.

Im Rabet-Park steht heute, fast an gleicher historischer Stelle, der Jugendklub ,,Rabet“. Dieser Jugendklub wurde im Oktober 1988 eröffnet und hat mit seinem regen Zulauf bei Tanzveranstaltungen wohl gute Chancen, an die positiven Traditionen an Ort und Stelle anzuknüpfen. –

Leipzig-Neustadt, Juni 1992

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3. die ,,Kaiserhallen“ in Leipzig-Neustadt

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L.-Neustadt, Restaurant „Kaiserhallen“, Plan 1908

Auch vor etwa hundert Jahre wurde im Gebiet an der Eisenbahnstraße, in den gerade erst eingemeindeten Ostvororten, viel gebaut. Die Maurer hatten damals gerade den Zehnstundentag erstreikt, der Stundenlohn lag bei 35 Pfennig und in den Zeitungen aus dieser Zeit kann man häufig von Unfällen auf den Baustellen lesen.

Zum Baugesehehen findet man im ,,Leipziger Stadt- und Dorfanzeiger Nr. 152, vom 4. Juli 1890, folgendes:
,,Oertliches Leipzig. In der Eisenbahnstraße und deren Nebenstraßen wurden voriges Jahr 52 Häuser gebaut, dieses Jahr sind es nur 18, deren architektonisch schöner Abschluß an der Ecke der Eisenbahn- und Alleestraße das pompöse Vergnügungs-Etablissement des Herrn Booch bildet.“

Dieses Etablissement in den unteren beiden Etagen des Hauses Eisenbahnstraße 1, für seine Zeit modern und mit einer Vielzahl von Räumen (Restaurant, Versammlungsräume, Billardräume u.a.) ausgerüstet, wurde am 15. September 1890 feierlich als ,,Kaiserhallen“ eröffnet. Geradezu sensationell versorgte eine hauseigene Dampfmaschine mit 25 PS (etwa 18 kW) die Zentralheizung und elektrische Beleuchtung (!) technisch verwendbare Glühlampen gab es ja erst seit etwa 1880 (Edison). In Zeitungsanzeigen vor 100 Jahren konnten sich die ,,Kaiserhallen“ völlig zurecht als ,,elegantestes Verkehrslocal der Ostvorstadt“ Leipzigs rühmen.

Auf einer Bildpostkarte aus dem Jahre 1904 ist die Gebäudekonstellation an der Einmündung der Eisenbahnstraße zu sehen.

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Leipzig-Ost, Eisenbahnstraße. 1904

Das Eckgebäude links ist das Haus Eisenbahnstraße 1: unten im Gebäude die ,,Kaiserhallen“ mit Eck-Cafe in der ersten Etage, in der zweiten Etage das Fotoatelier ,,Brüggemann“ (später, nach dem Krieg, an der stadtauswärtigen Straßenbahnhaltestelle an der Einertstraße zu finden).
Das Bild enthält eine ganze Reihe interessanter Informationen:

  • damals waren beide Eckgrundstücke zu Beginn der Eisenbahnstraße bebaut,
  • die Straßenbahn hielt direkt an der Ecke, damals gab es an dieser Ecke eine Wendeschleife für die Bahn, über die Ludwig- und Bussestraße,
  • die Eisenbahnstraße war von einer Baumallee gesäumt,
  • an Stelle des Hauses Nr. 5 eine Lücke – dort durfte seinerzeit nicht gebaut werden, weil die überwölbte Rietzschke die Straße und Grundsstücksparzellen unterfloß,
  • nur vereinzelt Straßenbahnen, Kutschen und Handwagen auf der Eisenbahnstraße und eine sagenhaft geringe Straßenverkehrsdichte…
  • die Häuser auf der rechten Seite (Nr. 2 und 4) gehörten übrigens zu Leipzig Reudnitz und (Nr. 6 bis 82) zu Neuschönefeld, auf der linken Seite (Nr.1 bis 79) zu Neustadt.

Ein Blick in die Leipziger Adreßbücher um die Jahrhundertwende zeigt: in diesem Haus, Eisenbahnstraße 1, wohnten vornehmlich Geschäftsinhaber, Kaufleute, Verleger, Fabrikbesitzer und Beamte.

Die großen Eckgrundstücke am Eingang der Eisenbahnstraße wurden im Dezember 1943 bei einem Bombenangriff zerstört.
Nach dem Krieg wurden beide Ecken ,,begrünt“, mit Sträuchern und Bäumen bepflanzt -inzwischen Raritäten an der Eisenbahnstraße. Trotz Baumschutzordnung mußten im Jahr 1992 auf den ehemaligen Grundstücken 1 und 3 alle Bäume und Sträucher einem Bürohaus-Neubau ersatzlos weichen.

gast6Zeitungsanzeigcn aus LVZ bis FAZ zeigen das neue Eckgebäude. Künftig soll auch das rechte Eckgrundstück wieder bebaut werden. Vielleicht könnte man da mehr Rücksicht auf das ,,Grün“ nehmen?

Zum Schluß noch ein Hinweis: man sollte am Haus Eisenbahnstraße 1 eine Informationstafel anbringen, die an die Leipzig-Dresdner Eisenbahn als erste deutsche Fernbahnlinie erinnert, die früher an dieser Stelle, faktisch auf dem heutigen Fußweg, vorbeiführte und der Straße ihren Namen gab.

Leipzig, im November 1993

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4. über den ,,Gasthof Neustadt

Für viele ist Wohngebietsgeschichte auch ein Stück Familiengeschichte oder persönlicher Erlebnisse.

L.-Neustadt, Kindergarten an der Hermann-Liebmann-Straße, im Januar 1979

L.-Neustadt, Kindergarten an der Hermann-Liebmann-Straße, im Januar 1979

Wie viele anderen Kinder aus der Leipziger Ostvorstadt hat unser Sohn Oliver den Kindergarten in der Hermann-Liebmann-Straße 99 besucht.
Seinerzeit wohnten wir nur ein paar Fußminuten entfernt in der Schulze-Delitzsch-Straße, schräg ‚rüber von der Wander-Schule.

Fast alle Häuser dieses Viertels sind über 110 Jahre alt, das Kindergartengebäude, als ,,neuzeitliche Ausnahme“, wurde erst im Dezember 1963 seiner Bestimmung übergeben. Geht man den Fußweg dort an der Liebmannstraße entlang, dann kann man an der Pflasterung eine Toreinfahrt des vormaligen Gebäudes erahnen.
Was stand nun früher auf diesem relativ großen Areal für ein Haus? –

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L.-Neustadt, „Gasthof Neustadt“, Plan 1908

Ein Blick ins alte Leipziger Adreßbuch gibt dazu zwei Auskünfte:
1. Kirchstraße ( H.-Liebmann-Str.) Nr. 99, Gasthof Neustadt und
2. gehörten zum eigentlichen Grundstück drei Hausnummern – die Nr. 97, Nr.99 und von der
Meißner Straße die Nr. 35, heute alles zur Nr. 99 zusammengefaßt, die beiden anderen wurden ausgelassen.
Die Entstehung des ,,Gasthofes Neustadt“ läßt sich heute relativ gut aus den Unterlagen der Neustädter Gemeinderatssitzungen und der damals gängigen Vorortszeitung, dem ,,Leipziger Dorfanzeiger“, der Jahre 1881/82 rekonstruieren.

Neustadt bei Leipzig, vorher eher ungeliebtes Anhängsel der Gemeinde Schönefeld, war im Januar 1881 eine selbständige Vorortgemeinde von Leipzig geworden. Im Gemeindegebiet gab es zwar viele kleine und mittlere Versammlungsräume in Gaststätten, ein großer Veranstaltungs- und Versammlungsraum fehlte aber noch.

Im November 1881 suchte der Brauereibesitzer Offenbauer aus Thonberg beim Neustädter Gemeinderat um eine Baukonzession
,,… behufs Erbauung eines größeren Restaurationsgebäudes am Kirchweg“ nach.

Nach Erteilen der Baugenehmigung wurde das Gebäude im Frühjahr/Sommer 1882 errichtet. Im „Leipziger Dorf-Anzeiger“ wird besonders auf die Verlegung von Gasrohren zum und im neuerbauten Gasthof eingegangen. Der Gasanschluß zu Beleuchtungszwecken war in den Leipziger Vororten für die damalige Zeit ein umstrittenes Novum; an elektrischen Strom und Glühlampen zum Gebrauch für jedermann war noch nicht zu denken – der Erfinder Edison hatte erste Erfolge mit länger funktionsfähigen Glühlampen im Jahr 1880 erzielen können. Im Jahr 1910 hatten erst 2% der Neustädter Wohnungen Stromanschluß.

Im August 1882 wurde der ,,Gasthof Neustadt“ eröffnet, erster Eigentümer war Herr Friedrich Reichhardt. Im Leipziger Dorf — Anzeiger stand am Samstag, dem 5. August 1882 folgende Anzeige:

,,Neu! Gasthof Neustadt Neu!

Sonntag den 6. August, Concert und Ballmusik von der Capelle des KönigIich

Sächsischen Infanterie – – Regimentes Nr. 106

Anfang 4 Uhr

ff. Speisen und Getränke in bekannter Güte. Gleichzeitig halte ich den geehrten Vereinen und Gesellschaften meine neuerbauten Lokalitäten, großer Concert- und Ballsaal, Kleiner Saal,
Gesellschaftszimmer, und Kegelbahn, bestens empfohlen.“

Achtungsvoll Friedrich Reichhardt

In der Folgezeit fanden im ,,Gasthof Neustadt“ alle größeren Veranstaltungen und Feste in der Neustädter Gemeinde statt. Doch auch nach der Eingemeindung Neustadts zu Leipzig im Jahr 1890 blieb der ,,Gasthof Neustadt“ ein wichtiges Gebäude im Leipziger Osten. Ab 23. Juli 1898 fuhr die elektrische Straßenbahn über die Kirchstraße, mit Haltestelle am ,,Gasthof Neustadt“, bis zum Stannebeinplatz nach Schönefeld.

L.-Neustadt, Gasthof Neustadt, um 1910

L.-Neustadt, Gasthof Neustadt, um 1910

Auf der Rückseite der oben abgebildeten Postkarte steht: ,,Gasthof Neustadt Kirchstraße 99, Konzert- und Ballhaus 1. Ranges“
Neben Unterhaltung, Tanz, Musikveranstaltungen, Tumervorführungen erlangte der ,,Gasthof Neustadt“ auch durch politische Versammlungen besondere Bedeutung:
eine Vielzahl Landtags- und Reichstagsabgeordneter, Sozialdemokraten, Reichstreue, Kommunisten und auch Vertreterinnen der Frauenbewegungen sprachen hier zu den Bürgern.

Das Gebäude wurde am 3.12.1943, beim großen anglo-amerikanischen Luftangriff auf Leipzig, zerstört.

Leipzig, Februar 1993

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