Reudnitzer Industrie-Adel (4)

Als der Konstrukteur C.G. Kaiser mit wenig Kapital, dafür aber mit umso mehr Wagemut, Energie und Schaffensfreudigkeit im Jahr 1883 in der Kohlgartenstraße in Leipzig eine Mühlenbauanstalt gründete und im Jahr 1897 der Ingenieur Hermann Reimelt in die Firma eintrat, ahnten beide nicht, dass sich aus der Firma C.G. Kaiser & Reimelt bald eine Fabrik entwickeln würde, die eine dominierende Stellung im Müllerei-Gewerbe einnahm.
Noch nie was von einer Firma C.G. Kaiser & Reimelt gehört?
Na, dann wird’s ja Zeit für folgenden Beitrag …

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Reudnitzer Industrie-Adel (3)

Auf dem ehemaligen Werksgelände der Leipzig-Reudnitzer Maschinenfabrik siedelten sich Anfang der 1880er Jahre bald eine Vielzahl neuer Unternehmen an.
Auf der größten Fläche siedelte sich von 1878 bis 1937 die erfolgreiche Maschinenfabrik von Bachmann & Reiter an.

Interessant in diesem Zusammenhang sind nicht nur das Portfolio und die Medaillen, sondern in diesem besonderen Fall auch die ursprünglichen Gründer und der Niedergang dieser Firma.
Darüber mehr im folgenden Beitrag …

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Reudnitzer Industrie-Adel (2)

Im Leipziger Tageblatt und Anzeiger des Jahres 1898 habe ich kürzlich einen interessanten Nachruf gefunden:

In der vergangenen Nacht erlöste der Tod unseren guten Herrn, den
Maschinenfabrikanten
Johann August Fomm
von seinen jahrelangen schweren Leiden.
Seine Freundlichkeit und Herzensgüte, verbunden mit einem rastlosen Pflichteifer werden uns stets unvergeßlich sein.
Leipzig-Reudnitz, den 1. November 1898.
Das Personal der Firma August Fomm.

Wer war dieser heute fast vergessene August Fomm und weshalb war er früher so beliebt und geachtet?
Darüber mehr im folgenden Beitrag …

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Lehrjahre auf dem Pulverfass

Das ist mein persönlicher Beitrag zur mitteldeutschen Industriegeschichte.

Anfang der 1970er Jahre war ich als Lehrling im Böhlener Chemiewerk (südlich von Leipzig) unterwegs und habe schließlich in der Sauerstoffanlage, die zum Druckgaswerk gehörte, meinen Chemie-Facharbeiterbrief gemacht.

Aus heutiger Sicht war das damals eine andere Welt – ihr könnt mir gern mal folgen …



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Turner-Mädels voran!

Kürzlich habe ich eine interessante , schon etwas verblichene und vermutlich alte Ansichtskarte vom Leipziger Osten bekommen. Unten am Kartenrand steht eine No. 30 – es scheint da eine ganze Serie gegeben zu haben. Und auf der Rückseite steht als kleine Notitz: Tauchaer Str. / Ecke Wissmannstr.

Eine Demo?

Nein, ich denke eher, dass die Turnerinnen und Turner zielstrebig irgendwo hinmarschieren.

Vielleicht kann ich das hier etwas aufklären …

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Kometenschweif über LE

Komet über LE

… heute früh zwischen 02:07 und 02:22 Uhr habe mit meiner Sony A57 / Telezoom ein Paar Bilder vom Kometen Neowise im Sternbild Fuhrmann über dem NNO von Leipzig aufgenommen. Der Himmel war nahezu wolkenlos und der Komet mit Schweif mit bloßem Auge gut zu erkennen.

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Reudnitzer Industrie-Adel (1)

Die heute fast vergessene Maschinenfabrik von Goetjes, Bergmann & Co (später Leipzig-Reudnitzer Maschinenfabrik) aus dem Leipziger Osten ist aus meiner Sicht ein wichtiger Zeuge der Industrialisierung im 19. Jahrhundert, die für Leipzig prägend war. Über ihr Entstehen, die Bedeutung und den Niedergang dieser Firma möchte ich im Folgenden berichten.
Und was es in diesem Zusammenhang mit dem nebenstehenden Foto auf sich hat …

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über den Industrie-Adel von Reudnitz

Heute eher unscheinbar bis unbekannt, lagen früher zwischen der Kohlgarten- und der Lutherstraße im Leipziger Osten bedeutende Fabriken:
– die Maschinenfabrik August Fomm
– die Leipzig-Reudnitzer Maschinenfabrik (Götjes, Bergmann & Co),
– die Maschinenfabrik E. Bachmann & Reiter und
– die Maschinenbauanstalt C.G. Kaiser & Reimelt.

Im Jahr der sächsischen Industriekultur 2020 bisher kaum erwähnt, gehören diese Fabriken als Zeugen der industriellen Revolution des 19. Jahrhunderts, die für Leipzig prägend waren, aus meiner Sicht auch zum historischen Erbe der Stadt …

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Straßen-Wirrwarr Ost

Volkmarsdorf ist ein gutes Beispiel für den früheren Straßen-Wirrwarr in der Leipziger Gegend.
Genauer betrachtet soll es hier in diesem Beitrag um die ehemalige Kirchstraße gehen (heute: Hermann-Liebmann-Straße), die zwischen der Wurzner Straße und der Eisenbahnbrücke nach Schönefeld verläuft. Diese Straße führte vor der Eingemeindung der Ostvororte durch die selbständigen Gemeinden von Volkmarsdorf, Neuschönefeld und Neustadt. Straßen-Bezeichnungen und Grundstücks-Nummerierungen wurden in diesem Zeitraum recht abwechslungsreich bis verwirrend gehandhabt.

Deshalb hier der Versuch das Ganze etwas zu entwirren …
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Partie am Rathaus (3)

Hier im Leipziger Osten gibt’s zwar eine Bergstraße,
aber woher kommt dieser Straßenname?
Von einem Berg? – Wo soll hier bitte ein Berg sein?

Um solche Berg-Fragen soll es im Teil 3 der ,,Partie am Rathaus“ (Volkmarsdorf) gehen,
um den kleinen ,Begriffshügel‘, hier rechts im Bild,
zielstrebig abzuarbeiten …

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